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Die Hela für alle

Eine unserer Kundinnen war begeisterte Anhängerin der einfachen Kulmine Faltbinden. Sie hat mehrere Töchter und somit war der Bedarf an Binden immer groß. Als einmal Ebbe in der Haushaltskasse herrschte, begann sie ihre Faltbinden für sich und ihre Töchter selbst zu nähen. Sie experimentierte ein bisschen, um ihren Wunsch nach einer Faltbinde umzusetzen, die wie eine Flügelbinde Halt im Slip hat. Tatsächlich kam ihr die zündende Idee:

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Beschäftigung mit der Periode: Ein Plädoyer für diesen Prozess

“Liebe Petra, es klingt wirklich sehr besonders, deine Arbeit, dein Umfeld. Soviel Freude, Lebendigkeit dabei, das finde ich wirklich besonders. Und dann tust du dabei noch so eine wichtige Arbeit. Also, ich kenne ja nun bislang nur die Kulmines, die Homepage, die anderen Produkte, die vielen Erklärungen und Ideen. Was du in deinen Behandlungen tust oder auf den Seminaren, das ist mir ja noch nicht so ganz klar. 😉

Aber alleine über Kulmine bin ich persönlich so dankbar. Mir fällt leider oft nur im direkten Vergleich mit anderen auf, was sich alleine bei mir getan hat, seit Stoffbinden, Cups und so vieles andere in mein Leben getreten sind. Wie froh ich bin, mich nicht mehr an manchen Tagen “Ihhh” und “bähhh” zu finden, und peinlichen, unangenehm riechenden Müll irgendwo heimlich entsorgen zu müssen. Sondern all das, was ich mir vorher in anderen Bereichen an Freiheit, Selbstbewusstsein erarbeitet hab, auf einmal auch für diesen Teil Frausein anwenden zu können. Mein Blut zu sehen, Unterschiede wahrnehmen zu können. Nur das Blut zu riechen, und keine 1000 Duftstoffe und das, was dann am Ende daraus wird. Seit ich mittlerweile eine ganz gute Sammlung an Kulmines habe, fange ich an, auch die Cups nicht mehr zu verwenden und merke, dass es mir manchmal viel besser tut, wenn das Blut ablaufen kann, wenn ich auf einmal das Blut rinnen spüre. Alles Empfindungen, die es für mich früher gar nicht gab.

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Es ist nicht egal, wie wir gebären!

Als Nina mich fragte, ob ich über meine Geburt schreiben würde, die ich als selbstbestimmt erlebt habe, dachte ich: Na klar schreibe ich über die Geburt. Aber je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr kam die Erkenntnis: Die Geburt war selbstbestimmt, aber es gab auch einen Weg dorthin, der mindestens genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger war.

Schon 2010 hatte ich über die immer kritischer werdende Situation der Hebammen gelesen und wusste – sechs Jahre später – dass ich schnell sein musste, sollte ich schwanger werden.
Ich hatte viele Geburtsberichte gelesen, davon sehr viele positive über außerklinische Geburten mit 1 zu 1 Betreuung und eine aufsuchende Wochenbett-Betreuung. Da war also das diffuse Wissen, dass Hebammen wichtig für Schwangerschaft, Geburt und Wochenbettbetreuung waren, aber wie bedeutsam sie für mein persönliches Erleben derjenigen sein würden, ahnte ich noch nicht im Geringsten.

Als digital native bin ich mit dem Internet aufgewachsen und ohne es wäre ich nicht in der Lage gewesen, mir die Voraussetzungen für eine selbstbestimmte Geburt zu schaffen. Deshalb möchte ich meine Erfahrung mit Interessierten teilen, auch wenn der Text so viel länger geworden ist, als ursprünglich geplant. 🙂

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Zwei Töchter und zwei verschiedene Geburtsorte

Wir freuen uns auch weiterhin über Einsendungen zu Geburtserfahrungen! Warum wir über Geburten schreiben, kannst du in diesem Beitrag von Petra nachlesen. Die Verfasserin des folgenden Beitrages hat zwei Töchter geboren, die eine schon vor einigen Jahren, die andere vor ein paar Monaten.

In meiner ersten Schwangerschaft hatte ich viele Ängste. Viele davon resultierten aus schlimmen Geburtsgeschichten, die ich bis dato kannte. Es waren einerseits Ängste vor unerträglichen Schmerzen während der Geburt, vor Komplikationen, vor Geburtsstillständen, schlechten Herztönen, sich zu früh lösenden Plazenten usw. Auf der anderen Seite fürchtete ich mich vor gefühllosen GeburtshelferInnen, mir aufgedrängten medizinischen Eingriffen und dem Kontrollverlust in einer Krankenhausroutine. Ich fühlte mich in einer Zwickmühle: Einerseits „musste” ich für mein Sicherheitsbedürfnis in ein Krankenhaus gehen, andererseits war es für mich unvorstellbar, dort auf mir völlig unvertraute Menschen zu treffen, ganz zu schweigen von allen Schreckensszenarien des Verlustes meiner Selbstbestimmung, die ich mir ausmalte.

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Die Pille – warum denn nicht?

Wir schließen die Reihe rund ums pillenfreie Verhüten (erstmal) mit diesem Bericht ab, bei dem erstmalig die Kupferspirale einen kleinen Auftritt hat!

Mit 15 ging es mir wie vielen jungen Mädchen

Ich hatte meinen ersten richtigen Freund und fühlte mich bereit für mein erstes Mal. Es war klar, dass wir verhüten müssen und daher machte ich mich auf den Weg zu meiner Frauenärztin. Ich wollte das allersicherste Verhütungsmittel haben, denn schwanger mit 15, das ging für mich gar nicht.
Direkt schlug mir die Frauenärztin die Pille vor – und ich stiefelte mit einem Rezept in der Hand in die nächste Apotheke. Aufgeklärt wurde ich nicht, es wurde nicht gefragt, ob ich in der Familie jemanden kenne, der eine Thrombose oder andere Herzkreislauferkrankung hat, es wurde nicht gefragt, ob ich rauche und auch der Zusammenhang einer erhöhten Brustkrebsgefahr wurde mir nicht erklärt. So fuhr ich also mit der Pillenpackung in der Hand nach Hause und machte sie auf. Drei Blister und ein Beipackzettel fielen heraus. Ich musste schlucken – dieser Beipackzettel war mindestens dreimal so lang wie die, die ich bis jetzt von anderen Medikamenten gewohnt war. Ich fing also an zu lesen, und mich traf ein kleiner Schock – Unmengen an Nebenwirkungen purzelten mir entgegen.

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Sind Alternativen aus Stoff ökologisch sinnvoll?

Heute gibt es eine Kulmine-Blog-Premiere!  Denn dieser Beitrag ist der erste Gastbeitrag aus fremder Feder von einer anderen Bloggerin! Sarah bloggt auf Minimalwaste zu den Themen zero waste, Minimalismus und Fair Fashion.

Nachdem sie von verschiedenen Seiten zu hören bekam, dass sich die Investition in Taschentücher aus Stoff nicht lohnt, hat sie sich hingesetzt und ihre Rechenkünste eingesetzt und überprüft, ob sie tatsächlich mehr Wasser und Energie verbrauchen als die Varianten zum Wegwerfen.
Der Beitrag ist ursprünglich auf ihrem Blog erschienen und weil wir so begeistert von den Inhalten sind, haben wir bei Sarah angefragt, ob sie hier als Gastautorin einen kleinen Auftritt mit einem großen Text haben mag. Wir freuen uns über ihr Ja!

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Ein Geburtsbericht aus Dänemark

Wie jede Nacht in den letzten Wochen und Monaten werde ich nachts mehrmals wach. „Normalerweise” wegen Krämpfen oder dringendem Pinkelbedarf. Wie können so ein paar Tropfen nur jedes Mal so dringend sein? Schwangerschaft macht’s möglich.

Seit ein paar Wochen wecken mich auch manchmal leichte Wehen, die ich dann als Aufforderung für den Toilettengang ansehe.
Als mich diesmal eine leichte Wehe weckt, ist es anders. Blick auf die Uhr sagt 5:21. Ich merke direkt, dass ich gleich auslaufen werde – NFP und Zervixschleimbeobachtung sei Dank.
Also *husch husch* ins Bad und auf Toilette.
Zwei kleine Schwalle kommen mit der Wehe. Und es ist auch Blut zu sehen.
„Oh, ob das wohl heißt, dass es bald los geht?”, denke ich mir noch.
Bis mir einfällt, dass es bei einer Freundin ja auch mit Blasensprung losging und bei ihr dann eingeleitet wurde. Davon abgeleitet wird mir plötzlich klar, dass ich in spätestens zwei Tagen meine Kleine in den Armen halten werde. Ich freue mich, kann mir aber trotzdem irgendwie nicht vorstellen, dass es bald so weit sein soll. Also entschließe ich mich, im Hier und Jetzt zu bleiben.
Einfach mal abwarten, was weiter passiert.

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