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10) Über die Tradition des Schenkens

„Was und wie schenke ich? Will ich das überhaupt? Kommt das Geschenk von Herzen? Oder aus einer Erwartungshaltung heraus?
Wie funktioniert liebevolles Schenken? Was kann ich mir selbst schenken? Aus welchen Gründen werden dir Sachen geschenkt?
Will ich Geschenke haben? Und von wem? Ist mir die Tradition des Schenkens wichtig?

Um diese Fragen zu reflektieren, ist es hilfreich die Einträge vom 7. und 8. Dezember gedanklich miteinzubeziehen.

Wer noch tiefer gehen mag, für den gibt es die folgende Übung: Ich schenke mir, was mein Herz erfreut.
Nimm dir Zeit für dich, setze dich auf einen Stuhl und stell dir deine Doppelgängerin vor, wie sie dir gegenüber sitzt.
Du schaust sie an, nimmst sie wahr, fühlst sie, nimmst Kontakt mit ihr auf.
Dann fragst du sie: „Was wünscht du dir von Herzen? Ich möchte dir einen oder mehrere Wünsche erfüllen.“
Sei auf ungewöhnliche Wünsche gefasst: Vielleicht sind es materielle Dinge, vielleicht geht es um Nahrung für die Seele und das Herz. Sei offen, die Wünsche zu empfangen und habe vorsichtshalber Papier und Stift bei dir.

Petras Gedanken zum Schenken:
Wenn Kinder zu Weihnachten beschenkt werden, finde ich es hervorragend, wenn sie von allen in der Familie gemeinsam einen großen Herzenswunsch erfüllt bekommen, anstatt viel zu vieler und oft überflüssiger einzelner Sachen.
Oft scheitert das an den schon zerstritten Familienzweigen oder daran, dass viele schenken, um mehr geliebt zu werden.
Trotzdem könnte man daran arbeiten, gemeinsam etwas für die Kinder tun zu wollen, anstatt aus egoistischen oder einfach unreflektierten Gründen die Kinder mit Geschenken zu überfrachten. Je nachdem, wie viel oder wenig die Kinder besitzen, kann man den großen Wunsch dann ruhig noch mit kleinen Dingen, die sich die Kinder wirklich wünschen, ergänzen.

Ninas Gedanken zum Schenken:
Wenn ich überlege, welche Geschenke vergangener Jahre mich heute viel begleiten, sind das alles hochwertige Sachen, die ich sonst nicht einfach so gekauft hätte: Eine kuschelig warme Kamelhaardecke und ein gemütliches Kissen zum Beispiel. Doch die Sachen müssen nicht unbedingt groß sein, denn in der Liste dieser viel geliebten und noch mehr genutzten Geschenke befinden sich auch ausgesprochen praktische Edelstahlbehälter, die absolut dicht sind und mit denen ich häufig Essen transportiere und warme Hausschuhe aus Filz, die mich den ganzen Winter durch meine Wohnung tragen.

 

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