Artikel
0 Kommentare

4) Der innere Kreis: Alleine feiern!

Ich stelle mich dieses Mal bewusst an erster Stelle. Ich nehme meine Verantwortung für mich und mein Wohlergehen an und entziehe mich freiwillig der in meiner Familie gelebten Tradition. Ich genieße die Freiheit, die ich mir dadurch erlaube. 


Mit diesem oder einem von dir selbst geschriebenen Leitsatz, den du dir an einer geeigneten Stelle in der Wohnung aufhängen kannst, wird es dir möglich sein, der vielbeschworenen Angst vor dem Alleinsein an den Feiertagen zu begegnen. Denn wenn du dich für das entscheidest, was dir gut tut, ist die Wahrscheinlichkeit, den Blues zu bekommen, recht gering. Den bekommt man eher, wenn man etwas „muss“, sich in einem Zwang befindet und sich deswegen nicht mehr wohl in seiner Haut fühlt.
Auch dass die Feiertage im Dezember Tage wie alle anderen sind, kann die Besonderheit der Zeit am Ende des Jahres relativieren. Denn wenn wir diesen Tagen ihren besonderen Wert geben, können wir den auch auf andere Tage legen.

Falls du feststellst, dass zwar niemand auf deiner Zeichnung dieses Jahr der richtige für ein festliches Zusammensein ist, du aber keine Lust hast den Abend alleine zu verbringen: Gibt es einen Freund oder eine Freundin, dem/der es ganz genauso geht? Oder hast du Lust, tanzen zu gehen, Billiard zu spielen, eine Nachtwanderung in einer Gruppe zu machen? Mit wem kannst du dich zusammen tun und dem Weihnachts- und Familien-Dogma eine Alternative bieten? Was für Veranstaltungen existieren an den Feiertagen in deiner Stadt? Vielleicht gibt es Sondervorstellungen in Kino, Theater oder ähnliches.

Du legst mit deinen Wünschen für dieses Jahr nichts „für immer“ fest! Deine Bedürfnisse und Wünsche können nächstes Jahr schon wieder ganz anders aussehen (oder sich auch spontan kurz vor dem 24. ändern) und es lohnt sich, diese Aufgaben im nächsten Jahr hervorzuholen und zu überprüfen oder zu ändern.


„Alleine feiern hat für mich keinen Schrecken: Ich feiere ein heimliches Fest. Nur für mich – auch das steht mir zu.
Mümmel mich in meine Lieblingskuscheldecke, guck meinen Lieblingsfilm, lese, zeichne, tanze … worauf ich gerade Lust habe.
Mein Geschenk für mich (ich steh ja auf Geschenke) steht auf einem besonderen Platz, das Rascheln des Geschenkpapiers wird den Raum erfüllen… Die Stille dort ist dann ganz für mich und ich darf sie genießen.“ Mela

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.