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Das innere Lächeln

Das Geschehen draußen in der großen Welt kann uns das Lachen und die Zuversicht schon mal vergehen lassen. Dazu kommen die Ereignisse in der kleinen Welt, also das Erleben mit uns selbst und unserem direkten Umfeld. Wichtig scheint mir, dass wir uns immer wieder fragen: Woran glaube ich eigentlich?

Das ist nicht spirituell gemeint, sondern ganz konkret: Glaube ich daran, etwas mitgestalten zu können? Glaube ich, dass mehr Frieden möglich ist – und glaube ich, dass er von außen kommen wird oder dass ich ihn auch in mir finden kann und muss?

Text vorlesen lassen von Nina:

Aber auch: Glaube ich, dass ich viele materielle Dinge brauche, um glücklich zu sein? Glaube ich, dass Konsum wichtig ist? Wie wichtig ist es mir, Verantwortung für die kleine und die große Welt zu übernehmen?

Ich glaube, dass es für eine existenzielle nährende Zufriedenheit sorgen kann, sich diese Fragen immer wieder zu stellen und sie neu zu beantworten. Auch die Relation zwischen den Ereignissen in der kleinen und der großen Welt sehen zu können, scheint wichtig.

In der kleinen Welt ist viel mehr direkt von mir abhängig, in der großen braucht es viele wache visionäre Menschen mit Herz, um etwas zu bewegen. 

Nur Menschen mit einem großen Herzen kennen ein inneres Lächeln. Es ist bedingungslos und neutral. Es wendet sich dem: “Es ist gut” zu. Das ist etwas ganz anderes als das oft gesagte “Alles wird gut”! “Es ist gut” bezieht sich auf das Innen, auf die Einheit. “Alles wird gut” schließt die große Welt mit ein und die ist wahrlich nicht nur gut.

Das innere Lächeln kommt aus dem Herzen, aus der tiefsten Seele. Es kommt aus der Einheit, der Klarheit, aus unserem Wesen. Du hast es vielleicht schon gesehen, bei noch unverletzten Kindern oder bei alten weisen Menschen. Es ist ein Lächeln, das nicht von dieser Welt und unzerstörbar scheint. Übrigens sind es oft genau diese älteren Menschen, die bereit sind aufzustehen und zu handeln, wenn es angebracht ist. Auch wenn man wirklich wütend ist – zum Beispiel über eine Ungerechtigkeit – und diese Wut auch ausstrahlt, kann man sich mit dem inneren Lächeln verbunden fühlen.

Wie finden wir dieses innere Lächeln? Wir alle tragen es in uns und kommen in Kontakt damit, indem wir es uns erst einmal nur vorstellen. Wende dich nach innen und lasse ein Lächeln entstehen. Du wirst es fühlen, vielleicht ganz zart oder schon recht stark. Es ist das Gegenteil vom sozialen Lächeln. Es ist bedingungslos, grenzenlos, liebevoll. Es tut dir gut, denn es ist innen und darf sich ausbreiten.

Du spürst es schließlich auch in deinem Gesicht. Es beruhigt, gibt Raum, lässt Emotionen relativ erscheinen… Du kannst damit experimentieren und nach einer Weile gerne darüber berichten, z.B. in den Kommentaren unter diesem Beitrag.

Wenn man verlernt hat, sich nach innen zu wenden, lebt man nur für das Äußere – das ändert sich aber ständig, sodass man keinen Anker hat. Das innere Lächeln sorgt dafür, dass wir in uns selbst ruhen können.

Mir hilft das innere Lächeln dabei, mit meiner Intuition, meinem Inneren, meiner Liebe in Kontakt zu bleiben. Es geht nicht darum, perfekt zu sein! Ich vergesse es und dann erinnere ich mich wieder. Je mehr Aufmerksamkeit ich auf das Wesentliche lenken kann, desto stärker wird das innere Lächeln. Üben ist wichtig, doch erzwingen kann man den Kontakt nicht. Deshalb: Üben und es erlauben!


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