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22.) Entspannen Teil 1: Beruhigung im Geist – das große Ja.

Mein Freund und bester Berater Henk Holthaus hat mir jahrelang gesagt: „Dein Ja ist wichtig.“
Lange verstand ich nicht, was er damit meinte und dachte: „Ja, aber was ist mit meinem Nein? Das muss doch auch deutlich sein.“ Nach und nach verstand ich seine Aussage jedoch und kann heute mehr und mehr das Ja leben. Es ist eines der großen Geschenke meines Lebens, aktiviert von einem an mir interessierten, liebevollen Menschen – genutzt von mir.


Die hier genannten Beispiele sind auf das Thema des Kalenders ausgerichtet, doch das Prinzip dahinter ist immer gültig!

• Statt: Nein, ich will nicht zu Besuch kommen.
Ja, ich feiere dieses Jahr mein / unser eigenes Fest.

• Statt: Ich will keinen Weihnachtsbraten.
Ja, dieses Jahr koche ich ein eigenes Weihnachtsessen.  Je nachdem, was du willst: Wir können gerne beides auf den Tisch bringen oder ein anderes mal zusammen essen. Ihr könnt gerne zu mir kommen und mein Mahl mit mir genießen.

• Statt: Ich will nicht, dass du kommst.
Ja, am 24. feiere ich dieses Mal mit … (wenn du das willst). Eventuell mit diesem Zusatz: Und dich lade ich gerne zum…. ein.

• Statt: Ich will kein Geschenke.
Ja, ich habe momentan alles was ich brauche. Ja, ich bin glücklich ohne materielle Geschenke. Ja, ich übe, materiellen Geschenken einen geringeren Wert zu geben.

Für Fortgeschrittene: Wenn du deutlich abgesagt hast und trotz­dem gefragt wirst: Kommst du?
Ja, ich habe dich schon wissen lassen, dass ich dieses Jahr etwas anderes mache.

Mit diesen Formulierungen für das Ja, bestätigst du dich selbst und gleich­zeitig verdeutlichst du, dass du den anderen wahrgenommen hast. Wenn du das große Ja an die erste Stelle setzt, schließt es deutliche Neins mit ein – lässt diese aber aus einer anderen Haltung kommen.

Viele Menschen scheuen Konflikte und nehmen sich deshalb zurück, andere kämpfen mit Ellbogenmenta­lität gegen vieles.
Wir  erkunden einen Weg, der Deutlichkeit und liebevolles Verhalten ermöglicht.


Übung zur Stärkung für den freiheitlichen Umgang mit dir – auch in akuten Situationen:
Sage Ja statt Nein. Zum Beispiel indem du unsere Beispiele nutzt oder sie mit eigenem, dir und deiner Situation entsprechendem Inhalt füllstZentriere dich, bevor du in dir schwierig erscheinende Situation gehst, viel­leicht mit der Übung vom 18. Dezember.
Gucke vorher, was du von den betreffenden Menschen willst und ob du dafür Kompromisse eingehen willst.
Entdecke und spiele mit deinem Ja mit dieser kleinen Übung: Atme tief ein und sage dann im Ausatmen ein langes „Jaaaa“.
Wenn es dir möglich ist, nutze deine Stimme, es funktioniert aber auch tonlos.

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