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Weihnachtszeit statt Wein-ach-zeit: Neue Impulse für den Advent und darüber hinaus

Weihnachten schon Ende November? Und das bei Kulmine? Ob das wohl die verkehrte Welt ist, von der so oft geredet wird?
Diesmal nicht! Denn wenn die Weihnachtsindustrie auf Hochtouren kommt, möchten wir ebenso rechtzeitig Strategien für Besinnung geben und zwar eine, die auch außerhalb der Adventszeit oft zu kurz kommt: Die Besinnung auf sich selbst.


Advent ist für so viele Menschen keine Zeit der Liebe und der Besinnung, sondern trotz aller Bemühungen eine stressvolle Zeit, in der Streit mit der Familie vorprogrammiert scheint. Andere Menschen ärgern sich, wenn schon im Herbst in den Läden Weihnachtsartikel verkauft werden, ärgern sich über die dazugehörige Werbung und noch mehr über die Zwänge, die von dem ganzen Fest begleitet werden.
Aber all das muss nicht sein, all das kann man vergessen und sich nehmen, was das Fest unabhängig davon sein kann: Eine Möglichkeit mit der Kälte des Winters, mit der Dunkelheit, der Zurückgezogenheit durch das Wetter und der Umstellung vom Sommer und dem Herbst umzugehen. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Lichterfest! Wir Menschen haben durch die Geschichte und viele Kulturen hindurch im Winter ein Fest kreiert, dass Licht und Wärme in die Dunkelheit bringen kann. Und wenn am 21. Dezember die Tage wieder länger werden, dann wissen wir:  Noch ist es kalt und nass und dunkel, aber schon jetzt wird es jeden Tag wieder ein bisschen länger hell. Und egal was daraus von Religion und konsumorientierten Denken gemacht wurde, diese Grundidee ist auch heute noch da. Und wir laden dazu ein, sie mit diesem besonderen Adventskalender neu zu entdecken.
In den kommenden 33 Tagen betrachten wir die eigene Weihnachtszeit und Möglichkeiten, wie insbesondere die Feiertage alternativ gestaltet werden können – im Rahmen der individuellen Bedürfnisse nach Gemeinschaft, Ruhe und Tradition.

Fragen, die uns dabei begleiten:
Wie kann ich Raum schaffen für ein befriedigendes Erleben der Weihnachtszeit?
Wie kann ich den Zwang rausnehmen?
Wie mache ich mir ein Weihnachten, wie es mir gefällt und wie ich es genießen kann?
Wie geht das liebevoll im Umgang mit mir und meinen Liebsten?

Nach den Feiertagen laden wir dann ein zur Reflexion und werfen am 1. Januar einen neugierigen Blick ins nächste Jahr.


Vielleicht fühlst du dich alleine oder überfordert mit dem Thema und freust dich über Unterstützung. Es kann Spaß machen, sich auszutauschen und die Zeit gemeinsam zu planen.
Aber vielleicht steht es auch an, erstmals nach dir selbst zu gucken und was dir gut tut.
Falls du jemanden einladen möchtest, mit dir die Adventsräume zu betreten: Hat diese Person Spaß daran? Für sich? Oder eher dir zuliebe? Wie viel Engagement will die Person einbringen? Um dafür ein Gefühl zu bekommen, könnte die Person aus dem Bauch heraus eine Prozentzahl zur Engagementshöhe sagen und ihr guckt dann gemeinsam, ob sich das für euch beide stimmig anfühlt.
Auch für dich selbst kannst du zeitliche Fenster einrichten – abends fünf Minuten, als kurze Pause von der Arbeit oder unterwegs im Zug. Wir wünschen uns, dass der Advent_ure nicht das Gefühl entstehen lässt, noch mehr erledigen zu „müssen“.
Du hast die Freiheit, zu sagen: „Nö, heute nicht, dieser Aspekt ist mir nicht so wichtig, das guck ich mir vielleicht nächstes Jahr an.“

Wir versuchen, die Anregungen für alle zugänglich zu formulieren, aber vielleicht musst du sie für dich und deine Lebenssituation modifizieren. Oder lass uns an deinen Gedanken dazu teilnehmen und schreib einen Kommentar oder eine Email!
Wir freuen uns auf die kommende, spannende Reise und jeden Raum, den wir durch die Adventstürchen mit dir betreten. 🙂

1 Kommentar

  1. Petra

    Unsere Nina hat ab Oktober hauptsächlich Weihnachten im Sinn. Der Avent_ure eignet sich aber nicht nur für die Advents -und Weihnachtszeit.
    Es geht generell um Familienfeste, Wahlfamilien, woran glaube ich eigentlich und um die Entwicklung des: gehe ich achtsam und liebevoll mit mir um, dann kann ich das auch mit anderen Menschen tun. Ich lerne mein Ja kennen und auch mein deutliches Nein. Daraus resultiert Menschlichkeit und Lebendigkeit!

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