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14) Weihnachtsgefühle

Bisher haben wir uns wenig mit der aktuellen Weihnachtszeit befasst und diejenigen, die damit nichts anfangen können, dürfen heute einfach einen Tag aussetzen. Denn mit diesem Beitrag gibt es einem Text von Nina mit der maximalen Dosis an Weihnachtsgefühlen! Mit dabei: Weihnachtsbäume, Adventskalender und – Verantwortung!


Meine Weihnachtszeit beginnt schon im November, wenn ich anfange, Weihnachtslieder zu hören – immer mit dabei: Weihnachtsgefühle! Das heißt für mich, das Alltägliche zu etwas Besonderem machen, Kribbeln im Bauch spüren und mich in Gemütlichkeit einzukuscheln. November ist auch die Zeit, in der ich den Adventskalender für meine Schwester fertig mache. Seit vielen Jahren tauschen wir diese bunte Sammlung von kleinen Geschenken miteinander, statt uns etwas am 24. zu schenken.
Immer wieder gibt es dann beim Aufmachen auf beiden Seiten großes Lachen, weil wir unabhängig voneinander ähnliche Ideen haben und uns oft die gleichen Sachen schenken. Gleichzeitig ist kein Kalender je gleich gewesen, weil wir uns immer wieder ganz Neues zum Befüllen überlegen.

Wenn ich an meine Kindheit zurück denke, dann ist eine Erinnerung besonders stark: der Weihnachtsbaum.
Wir schmückten den Baum gemeinsam eine Woche vor Weihnachten und egal welches Alter jemand hatte – alle durften auch die besonders zerbrechlichen Glaskugeln behutsam an die Zweige hängen. In all den Jahren ist keine einzige herunter gefallen.
Die nächsten Tage durfte dann die Lichterkette am Weihnachtsbaum in der Nacht durchbrennen. Wenn ich in der Dunkelheit aufwachte, legte ich mich manchmal unter oder hinter den Weihnachtsbaum und atmete den Duft von Tannennadeln und Harz ein.
So habe ich meine schönsten Momente im Advent in der Stille der Nacht mit Weihnachtsbäumen erlebt.

Wenn man Kind ist, dann sind in der Regel Eltern für Weihnachtsgefühle verantwortlich. Aus Gewohnheit oder weil es für viele so schön ist, tragen die Eltern vielleicht auch im Teenager-Alter diese Traditionen weiter. Manchmal geht auch schon mehr Verantwortung an die nun älteren Kinder über. Ich wurde zum Beispiel eines Jahres als zu alt für Adventskalender erklärt. Nachdem ich darüber erst traurig war, zeigte sich eine ziemlich einfache Lösung: Ich kaufte mir selbst einen.

Als ich in eine eigene Wohnung zog, war ich überrascht, wie viele der mich umgebenden Menschen ganz selbstverständlich Weihnachten weiter in der Verantwortung der Eltern ließen. Das ist dann egal, wenn man keinen Bedarf an dieser Art von Festlichkeit hat oder aber die Familie liebevoll und aufmerksam ist.
Für mich stellte sich die Frage nicht – ich wollte das komplette Programm bei mir Zuhause erleben. Und immer wenn mir in dieser Zeit die Frage gestellt wird, ob ich Weihnachten „Zuhause“ verbringe, sage ich: “Ja – aber nicht in den Wohnungen meiner Eltern.”
Ein besonderer Wunsch von mir war ein eigener Weihnachtsbaum, auch wenn das bedeutet, dass ich mittlerweile sehr viele Weihnachtsbäume zu Fuß und in öffentlichen Verkehrsmitteln transportiert habe. Behangen wird der Baum mit einer bunten Mischung aus wunderbar alten Kugeln, gebasteltem Schmuck, gekauften Sachen und: Weihnachtseulen!
Wenn der Baum fertig geschmückt ist, mache ich wieder das, was ich als Kind genossen habe – und liege unter ihm, schaue von unten und genieße die Stille, den Geruch, die Schönheit des Baumes und wie er strahlt.


Wie viel Bedarf (und ob überhaupt) für Weihnachtsgefühle da ist, liegt ganz bei dir.
Bekommst du das, was du dir wünschst, durch ein paar schöne Tannenzweige? Oder willst du einen eigenen Baum? Oder gar keine Weihnachtsdeko?
Willst du eigene Ideen umsetzen für die Advents- und Weihnachtszeit oder willst du alles weiter so machen, wie es war?
Wer trägt die Verantwortung?

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