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Der Kulmine Film – Behind the Scenes

Endlich ist es so weit! Nach einem Dreivierteljahr Arbeit freuen wir uns riesig dir unseren eigenen Film – den Kulmine Film – zu präsentieren. Ein Film, der feinfühlig und intim Einblick in den Alltag zweier Frauen im Umgang mit den Stoffbinden und Slipeinlagen von Kulmine gibt und zugleich die Produkte kunstvoll und realitätsnah in eine Geschichte verpackt.

Alejandra Jenni, eine junge Theater- und Filmemacherin, hat für Kulmine diesen Film gemacht. Sie hat das Konzept entwickelt, das Drehbuch geschrieben und Regie geführt. Gefunden haben wir uns wegen ihrem ersten Kurzfilm ‚wert‘. Dieser handelt von der Menstruation und wurde bereits auf zahlreichen Filmfestivals weltweit gezeigt und ausgezeichnet. Weil Alejandra rund um den Kurzfilm ‚wert’ einen Workshop für Jugendliche zum Thema Menstruation entwickelt, wurden wir aufeinander aufmerksam. Wie das eine zum anderen führt, entstand die Idee gemeinsam für Kulmine einen neuen Film zu kreieren: den Kulmine Film!

Der Film

Vor dem Dreh

Im März diesen Jahres begannen Amitab, Nina und Alejandra die Idee für den Kulmine Film zu entwickeln: Das Ziel war die Produkte von Kulmine in eine zugängliche Geschichte zu verpacken. Schnell war die Idee da, einen Tag mit Kulmine im Leben von zwei Frauen unterschiedlichen Alters zu erzählen. Alejandra schrieb dafür eine Drehbuchfassung, die dann in Gesprächen finalisiert wurde. Daraufhin stellte sie ein Team an Filmschaffenden und Schauspielenden zusammen und plante mit ihnen den aufwändigen Dreh. Die Locations mussten gesucht werden: passende Toiletten, Badezimmer, Wohnzimmer, Straßen, Plätze. Bewilligungen und Parkerlaubnisse mussten eingeholt werden und ein detaillierter Ablaufplan der Dreharbeiten wurde von ihr und dem Regieassistenten Lauro Jenni minutiös ausgetüftelt. Nachdem Alejandra, der Kameramann Michael Schwendinger und der Beleuchter Nico Drechsel die Bildauflösung vor Ort bei den Locations eruiert hatten, organisierten Michael und Nico das hochwertige Kamera- und Lichtequipment. Bildauflösung heißt: jede einzelne Kameraeinstellung festlegen und entscheiden, wie diese durchgeführt wird. So wollten wir beispielsweise bewegte Kamerafahrten aufnehmen, für welche ein hölzerner Rollstuhl benötigt wurde.

Die Ausstatterin Danae Neuhaus erstellte ein Konzept für die Inneneinrichtung der Räume. Sogar der silberne Abfallbehälter in der Toilette wurde von ihr gewählt und besorgt. Auch mischte sie zusammen mit Alejandra an einem langen Sonntagmorgen eigens für den Film veganes Kunstblut. Mit der Kostümbildnerin Desiree Müller trafen sich die Schauspielerinnen Claudia Jenni Palma und Silvia Müller-Vögtli mehrmals, bis die verschiedenen Outfits gefunden wurden. Selbst die passende Unterhose musste gesucht und gefunden werden! Jedes einzelne Detail im Film ist also sorgfältig und liebevoll ausgewählt. Man kann sich kaum vorstellen, wie viel Aufwand das alles bedeutet.

Der Dreh

Endlich war alles für den Dreh vorbereitet und an zwei Tagen im August wurde der Film gedreht. Zwei lange Tage, an denen alle konzentriert, auf Hochtouren und meist mit bester Laune zusammenarbeiteten. Dreharbeiten sind wie ein Uhrwerk: jede Person auf dem Set ist unglaublich wichtig. So zum Beispiel Ian Oggenfuss, der unter anderem die Schärfe der Bilder gezogen hat. Das heißt: er schaute immer ganz genau auf den Bildschirm und drehte konstant an einem Rädchen, sodass die Schärfe des Bildes immer am richtigen Ort lag. Michael fing die Bilder mit der schweren Kamera ein, was besonders an jenen heißen Sommertagen ganz schön viel Schweiß kostete. Carla Maiolino, die Runnerin auf dem Set, half nicht nur bei den komplexen Licht-Umbauten mit, sondern machte auch die Fotos, die ihr nun sehen könnt. 

Nach dem Dreh

Unmittelbar danach folgte die Phase der Postproduktion. Mehrere Tage waren Carmen Walker und Alejandra im Schnittraum, bis der sogenannte Picture Lock ausgerufen wurde. Der Picture Lock ist die finale Schnittversion, die dann für die nächsten Arbeitsschritte von Colourgrading (Farbkorrektur) und Musik/Sounddesign weitergegeben wird. Mit Ian Oggenfuss widmeten sich Alejandra dann an zwei Tagen den Farben, dem Licht und dem Kontrast im Film. Die Hauttöne wurden verfeinert, die Farbintensität des Bluts hervorgehoben und und und. Ein magischer Prozess. Genauso verrückt ist auch die Arbeit an der Musik, die von Till Zehnder komponiert wurde. Das Sounddesign, welches ebenfalls von ihm gemacht wurde, beinhaltete, dass jeder einzelne Schritt der Figuren im Bild und jede Raumatmosphäre von ihm gestaltet und platziert wurde. Sogar jede einzelne Berührung mit den Produkten von Kulmine ist mit eigens dafür ausgesuchten Geräuschen untermalt. Alles, um in den Film abtauchen zu können.

Beteiligte

Im Film waren viele junge Filmschaffende involviert:

Wir danken außerdem herzlich:

Francisca Palma, Valentin Tschudin, Hermann Jenni, Stephan Reber, Kult Bäckerei Basel, DERAUM-Basel, Maja Müller, Manuel Jäggi, Lorin Dirscherl, Franca Schaad

Zum Schluss ein paar Zahlen

  • 4 Drehbuchfassungen
  • 3 Monate Drehplanung
  • 2 Drehtage
  • 20 involvierte Menschen (siehe Credits!)
  • 34 Kulmines
  • 4 Tage im Schnitt
  • 6 Tage im Soundstudio
  • 2 Tage im Colourgrading

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5 Kommentare

  1. Avatar

    Wow, super Film. Darf man fragen, was ein solcher Film kostet? Würde mich super wunder nehmen.
    Lieber Gruss
    Michael Mettler

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    • Avatar

      Lieber Michael,

      vielen danke. Wir sind auch sehr glücklich mit dem Film!

      In den Film ist mehr Liebe und Engagement als Geld geflossen und was wir in Geld bezahlt haben entspricht dem bei weitem nicht.

      Wir sind dem Team um Alejandra Jenni unendlich dankbar dafür!

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  2. Avatar

    Liebes Team von Kulmine, liebe Petra, liebes Filmteam, von Herzen Danke für diesen wundervollen Film, der Frauen das Thema Menstruation und Stoffbinden wie natürliche Produkte für die Menstruationszeit näherbringt! So wertvoll! Herzlich mit Dank für eure Arbeit, euer Wirken und Sein – ich trage es in meinen Frauenkreisen weiter, Sabrina.

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