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Die Hela für alle

Eine unserer Kundinnen war begeisterte Anhängerin der einfachen Kulmine Faltbinden. Sie hat mehrere Töchter und somit war der Bedarf an Binden immer groß. Als einmal Ebbe in der Haushaltskasse herrschte, begann sie ihre Faltbinden für sich und ihre Töchter selbst zu nähen. Sie experimentierte ein bisschen, um ihren Wunsch nach einer Faltbinde umzusetzen, die wie eine Flügelbinde Halt im Slip hat. Tatsächlich kam ihr die zündende Idee:

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Selbstsicherer werden

Das Thema Selbstsicherheit begleitet mich schon seit der Schulzeit. Damals litt ich unter einer fast krankhaften Schüchternheit. Nie konnte ich mich im Unterricht melden, selbst wenn ich die Antwort sicher wusste. Auch konnte ich nicht nachfragen, falls ich etwas nicht verstand. Und auf direkte Fragen einer Lehrerin/eines Lehrers antwortete ich mit roten Backen und gehackter Sprache. Ich hatte schlicht keine Selbstsicherheit. Einmal schrieb eine Lehrerin sogar folgende Bemerkung in mein Zeugnis: „Sehr gute Leistungen begleitet von ständigem Mangel an Selbstsicherheit“.

Wie es zu diesem Zustand kam, ist schwer nachzuvollziehen. Ich erinnere mich daran, dass ich nicht auffallen wollte. Weder mit richtigen noch mit falschen Antworten. Vielleicht dachte ich auch unbewusst: „Mädchen dürfen gar nicht auffallen. Sie müssen still und leise sein.“ Aber das ist nur eine Hypothese, die ich mit meinem heutigen Wissen formuliere. Seit mehreren Jahren nun suche ich nicht mehr nach der Ursache meines mangelnden Selbstwertgefühls. Ich möchte Lösungen. Hier einige Tipps, die mir geholfen haben. Natürlich erhebt diese Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Auf Ergänzungen und Ideen Eurerseits bin ich auch sehr gespannt!

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Fünf Dinge, die ich dank der Kulmines gelernt habe!

1. Die Menstruation ist nichts Schmutziges!

Wie viele andere Frauen auch, wuchs ich mit dem Gedanken auf, die Periode sei etwas Unreines. Meine Mutter hatte leider selbst eine schlechte Beziehung zu ihrer Menstruation. Als ich dann als Jugendliche las, dass viele Religionen und Kulturen dieser Welt, menstruierende Frauen als schmutzig betrachten und sogar aus der Gemeinschaft ausschließen, erzählte ich meiner Mutter wie schockierend und ungerecht ich diesen Zustand fand. Sie antwortete pikiert: „Na, fühlst Du Dich denn nicht schmutzig, wenn du Deine Tage hast?“ Darauf sagte ich nichts. Ich sprach dann nie wieder mit meiner Mutter über die Menstruation.

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Als unsere neue Blogautorin Emily Dickinson traf

Die Gruppe der Gastschreiberinnen wächst weiter! In Zukunft wird Luise Haynau regelmäßig für den Blog schreiben und wir freuen uns sehr darüber. 🙂

Luise ist Kulturwissenschaftlerin, liebt Sprachen und Literatur und interessiert sich zunehmend für das Thema Frauengesundheit und Frau-Sein allgemein. Wenn Luise nicht liest, dann bäckt sie, kocht oder faltet Origami. Dabei hört sie sehr gerne die Musik von Amy Macdonald.

Und in ihrem allererste Beitrag geht es um die amerikanische Dichterin Emily Dickinson.
Sie zählt zu Luises Lieblingsautorinnen und ein “Treffen” mit ihr beschreibt Luise im folgenden Beitrag!

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Minimalismus mit Kind(ern) – geht das?

Minimalismus ist ein Thema, das derzeit auf unterschiedlichen Blogs und anderen Publikationen viel Aufmerksamkeit erfährt.
In unserer vom Konsum geprägten westlichen Welt, in der eine Vielzahl von Produkten online und offline verfügbar ist und wo die meisten Menschen über die finanziellen Möglichkeiten verfügen, Gegenstände und Dienstleistungen ohne lange Wartezeiten zu erwerben, wächst die Sehnsucht nach einem bewussten, nachhaltigen Umgang mit Konsum.
Es hat sich wohl jede*r von uns schon mal gefragt, ob man wirklich so viele Bücher, Bekleidung, Dekoartikel etc. pp. benötigt – spätestens wenn ein Umzug ansteht und man vor der Aufgabe steht, sein Hab und Gut in Kisten zu packen. Der Wunsch nach mehr Einfachheit bezieht sich aber nicht nur auf den Umgang mit Gegenständen, sondern auch darauf, wie man seine Zeit verbringt. Minimalismus bedeutet auch, seine Prioritäten neu zu sortieren und die Lebensenergie neu zu fokussieren.
Wer Minimalismus nur als Programm zum “Ausmisten” begreift, denkt zu kurz. Neben Tipps zum Ausmisten und Ideen für einen einfacheren Lebensstil ist es wohl die größte Herausforderung, seine Zeit und Energie so zu bündeln, dass einen der Alltag nicht unnötig aufreibt.

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Es ist nicht egal, wie wir gebären!

Als Nina mich fragte, ob ich über meine Geburt schreiben würde, die ich als selbstbestimmt erlebt habe, dachte ich: Na klar schreibe ich über die Geburt. Aber je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr kam die Erkenntnis: Die Geburt war selbstbestimmt, aber es gab auch einen Weg dorthin, der mindestens genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger war.

Schon 2010 hatte ich über die immer kritischer werdende Situation der Hebammen gelesen und wusste – sechs Jahre später – dass ich schnell sein musste, sollte ich schwanger werden.
Ich hatte viele Geburtsberichte gelesen, davon sehr viele positive über außerklinische Geburten mit 1 zu 1 Betreuung und eine aufsuchende Wochenbett-Betreuung. Da war also das diffuse Wissen, dass Hebammen wichtig für Schwangerschaft, Geburt und Wochenbettbetreuung waren, aber wie bedeutsam sie für mein persönliches Erleben derjenigen sein würden, ahnte ich noch nicht im Geringsten.

Als digital native bin ich mit dem Internet aufgewachsen und ohne es wäre ich nicht in der Lage gewesen, mir die Voraussetzungen für eine selbstbestimmte Geburt zu schaffen. Deshalb möchte ich meine Erfahrung mit Interessierten teilen, auch wenn der Text so viel länger geworden ist, als ursprünglich geplant. 🙂

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Zwei Töchter und zwei verschiedene Geburtsorte

Wir freuen uns auch weiterhin über Einsendungen zu Geburtserfahrungen! Warum wir über Geburten schreiben, kannst du in diesem Beitrag von Petra nachlesen. Die Verfasserin des folgenden Beitrages hat zwei Töchter geboren, die eine schon vor einigen Jahren, die andere vor ein paar Monaten.

In meiner ersten Schwangerschaft hatte ich viele Ängste. Viele davon resultierten aus schlimmen Geburtsgeschichten, die ich bis dato kannte. Es waren einerseits Ängste vor unerträglichen Schmerzen während der Geburt, vor Komplikationen, vor Geburtsstillständen, schlechten Herztönen, sich zu früh lösenden Plazenten usw. Auf der anderen Seite fürchtete ich mich vor gefühllosen GeburtshelferInnen, mir aufgedrängten medizinischen Eingriffen und dem Kontrollverlust in einer Krankenhausroutine. Ich fühlte mich in einer Zwickmühle: Einerseits „musste” ich für mein Sicherheitsbedürfnis in ein Krankenhaus gehen, andererseits war es für mich unvorstellbar, dort auf mir völlig unvertraute Menschen zu treffen, ganz zu schweigen von allen Schreckensszenarien des Verlustes meiner Selbstbestimmung, die ich mir ausmalte.

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Die Pille – warum denn nicht?

Wir schließen die Reihe rund ums pillenfreie Verhüten (erstmal) mit diesem Bericht ab, bei dem erstmalig die Kupferspirale einen kleinen Auftritt hat!

Mit 15 ging es mir wie vielen jungen Mädchen

Ich hatte meinen ersten richtigen Freund und fühlte mich bereit für mein erstes Mal. Es war klar, dass wir verhüten müssen und daher machte ich mich auf den Weg zu meiner Frauenärztin. Ich wollte das allersicherste Verhütungsmittel haben, denn schwanger mit 15, das ging für mich gar nicht.
Direkt schlug mir die Frauenärztin die Pille vor – und ich stiefelte mit einem Rezept in der Hand in die nächste Apotheke. Aufgeklärt wurde ich nicht, es wurde nicht gefragt, ob ich in der Familie jemanden kenne, der eine Thrombose oder andere Herzkreislauferkrankung hat, es wurde nicht gefragt, ob ich rauche und auch der Zusammenhang einer erhöhten Brustkrebsgefahr wurde mir nicht erklärt. So fuhr ich also mit der Pillenpackung in der Hand nach Hause und machte sie auf. Drei Blister und ein Beipackzettel fielen heraus. Ich musste schlucken – dieser Beipackzettel war mindestens dreimal so lang wie die, die ich bis jetzt von anderen Medikamenten gewohnt war. Ich fing also an zu lesen, und mich traf ein kleiner Schock – Unmengen an Nebenwirkungen purzelten mir entgegen.

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Sind Alternativen aus Stoff ökologisch sinnvoll?

Heute gibt es eine Kulmine-Blog-Premiere!  Denn dieser Beitrag ist der erste Gastbeitrag aus fremder Feder von einer anderen Bloggerin! Sarah bloggt auf Minimalwaste zu den Themen zero waste, Minimalismus und Fair Fashion.

Nachdem sie von verschiedenen Seiten zu hören bekam, dass sich die Investition in Taschentücher aus Stoff nicht lohnt, hat sie sich hingesetzt und ihre Rechenkünste eingesetzt und überprüft, ob sie tatsächlich mehr Wasser und Energie verbrauchen als die Varianten zum Wegwerfen.
Der Beitrag ist ursprünglich auf ihrem Blog erschienen und weil wir so begeistert von den Inhalten sind, haben wir bei Sarah angefragt, ob sie hier als Gastautorin einen kleinen Auftritt mit einem großen Text haben mag. Wir freuen uns über ihr Ja!

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