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Als unsere neue Blogautorin Emily Dickinson traf

Die Gruppe der Gastschreiberinnen wächst weiter! In Zukunft wird Luise Haynau regelmäßig für den Blog schreiben und wir freuen uns sehr darüber. 🙂

Luise ist Kulturwissenschaftlerin, liebt Sprachen und Literatur und interessiert sich zunehmend für das Thema Frauengesundheit und Frau-Sein allgemein. Wenn Luise nicht liest, dann bäckt sie, kocht oder faltet Origami. Dabei hört sie sehr gerne die Musik von Amy Macdonald.

Und in ihrem allererste Beitrag geht es um die amerikanische Dichterin Emily Dickinson.
Sie zählt zu Luises Lieblingsautorinnen und ein “Treffen” mit ihr beschreibt Luise im folgenden Beitrag!

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Telefonat mit Petra

Die Umgangsform für unerwünschte Gedanken aus dem Zitat (frei nach alten Zen-Meistern und Petra) ist für mich zentral in meinem Leben – wenn ich aber tiefer gucken will, woher die Gedanken überhaupt kommen, kann ich Petras Wissen dafür nutzen – zum Beispiel wenn ich mit ihr telefoniere!
Dabei kann ich von meinem Tag erzählen, von Begegnungen, von Herausforderungen – und erhalte von Petra wertvolle Rückmeldungen – oder auch einfach von Herzen kommendes gemeinsames Lachen über all das.

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wert-voll

Wert-voller Stoff
ausgelegt
glatt gestrichen
aufgezeichnet und
ausgeschnitten
von liebevollen Händen
genäht und verpackt
in knisterndes Seidenpapier
kulminieren
in der Benutzung jeder einzelnen Frau,
die Kulmines.

Nina

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Brunnenfrau

Tanzend
wie eine Schamanin
die den Regen beschwört
wohnt mir inne
eine Kraft
tief aus der Erde
durch die Füße
und fließt
durch die Knie
nach oben
ins Herz
öffnet sich
zeigt sich
hat ihren Platz
an sie zu glauben
darin Sicherheit zu fühlen
der nächste Schritt:
Vertrauen.

– Mela

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Wenn das alte Ich zerstäubt

Lange hab’ ich mich gesträubt
Endlich gab ich nach
Wenn das alte Ich zerstäubt
Wächst das neue nach
Und so lang du das nicht hast
Dieses Stirb und Werde
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.

J. W. Goethe

Falls hier noch mehr dazu zu sagen ist. Coverbild optional

 

Quelle: ggf Link oder Nennung des Autors

 

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Loblied auf die Kulmine

Kulmine, lateinisch von culmen, culminis,
weil sie der Wohltat Gipfel ist.
Von Tampax, Carefree, O.B. und Co
wird weder Umwelt noch Vagina froh.
Tagelanges PMS wird abgelöst von TSS,
und das, wo frau empfindlich ist.
Endlich vorbei die Zeit –
ein Ende hat das Leid!
Kein Juckreiz und auch kein Gestank,
und immer hat man sie im Schrank.
Wer kennt das nicht?!
Kein Tampon da,
es ist Sonntag – war ja klar…
Oft gab es keine andere Wahl,
auf zur Tanke – welch ‘ne Qual!
Heut muss frau nicht mehr aus dem Haus,
denn Kulmine geht nie aus.
Auch klebt sie nicht am Schamhaar fest,
besteht dennoch den Rutsche-Test.
Kein Plastikrascheln bei jedem Schritt,
ob längs gefaltet oder quer,
sie ist der Hit.
Tuch auf Tuch plus Wohlgeruch,
doch damit ist es nicht genug,
denn es entfällt beim Liebesspiel
dieses ungute Gefühl:
ich riech’ bestimmt und hab ‚ne Binde um,
hoffentlich nimmt er’s nicht krumm!
Nicht mit Kulmine die weich und leise,
im Sitzen, Liegen und im Stehen,
stets nasenfreundlich und angenehm,
frau begleitet auf jeder Reise.
Zum Schluss noch ein Plus,
das frau erwähnen muss:
während der Stillzeit ist sie gefragt
als Spucktuch oder Windel jeden Tag –
sie ist ja auch waschbar bis 90 Grad.
Kulmine – der Gipfel der Menstruation!
Ich schwör es dir, ich kenn sie schon!

Anja Waldman

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Was soll ich nur tun?

Was soll ich nur tun
höre ich mich fragen
und klagen
in meinem Kopf.

Ich, nur Ich kann hier raus
und das Fenster öffnen
und tief atmend
ein großes Ja raus in den strömenden Regen rufen.

Ich kann raus in den Regen
den Sturm, das Gewitter.
Rein in die Nacht und mitten
unter Donner und Blitzen
einen Freudestanz aufführen
und jubelnd
meine Lebendigkeit spüren
und das „Es ist gut“.

Nur ich kann hoch schauen
in den Himmel
und sehen, wie die Wolken sich verziehen
und die Sonne
meine kalten Tränen
von meinem Körper trocknet.
Mein Ja mich umhüllt,
wärmende Strahlen
und bis in die Fingerspitzen
mit Liebe mich füllt.

Die Wolken kommen wieder,
vielleicht sind sie noch da,
der Regen kehrt wieder,
dazu ist er ja da.

Aber ich, ich habe die Wahl.
Wie ich umgehe mit,Regen und Sonne
und mit der Erinnerung,
dass die Sonne selbst dann da ist, wenn es regnet.
Verdeckt hinter den Wolken,
ist sie Da.

Nina

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Fast zu viel

Gefühlt fast zu viel von allem was
ich da spüre, vor allem mich –
denn wer bin ich, mich klein zu fühlen,
klein zu machen, wenn ich so
groß bin, mich in diesem Tanz so
riesig ausgebreitet mächtig
fühle unbändige Macht, die ich sonst in mir verschlossen halte,
ziemlich vergessen, wartet sie auf Momente wie
diesen, wo sie rausgekitzelt, zugelassen
dröhnend mich erfüllt, sich über mich hinaus ausbreitet,
meinen Körper erbeben lässt –
dies ist, was immer ist.

Nina